Bojan Tanović aus Serbien

Mein Name ist Bojan Tanović und ich bin im Jahr 1998 geboren. Ich komme aus Serbien, wo ich derzeit ein Student der Chemie an der Universität in Belgrad bin. Ursprünglich komme ich aus einer Stadt, die in der Nähe von Belgrad liegt und Pančevo heißt. Dort habe ich das Gymnasium „Uroš Predić“ besucht. Das ist eins von zehn PASCH-Schulen in Serbien und dort hatte ich meinen ersten Kontakt mit PASCH und dem, was PASCH anbietet. 

 

 

© Milan Maksimovic

Meine Schulzeit an meiner PASCH-Schule

Schon als Schüler des Gymnasiums, habe ich Interesse an Deutsch gezeigt. Vor allem wollte ich mich mehr mit Deutsch und PASCH-Projekten auseinandersetzen. Zuerst war ich ein Mitglied der Pakatsuki-Gruppe. Diese Gruppe hat eine Zusammenarbeit mit japanischen PASCH-Schülern. Ganz am Anfang haben wir verschiedene Artikel für die Schülerzeitung „Japan heute“ geschrieben, danach sogar einen Film gedreht, der zeigte was wir über die drei Länder die uns verbinden, wissen. Daher haben wir dieses Werk „Drei“ genannt und es ging um Deutschland, Japan und Serbien. Alle indirekten Begegnungen führten uns leicht zu direkten Begegnungen und so haben 2015 serbische Schüler das erste Mal Japan besucht. 2016 sind die Japaner dann nach Serbien gekommen. Es ist faszinierend, dass Deutsch so weit entfernte Länder verbunden hat und dass dieses Projekt noch immer am Puls der Zeit ist.


Außerdem habe ich an zwei Camps teilgenommen. Im Jahr 2014 war ich ein Teilnehmer des Camps „Karawane in die Zukunft“ in Istanbul. Zwei Wochen lang haben wir uns mit dem Thema „Zukunft“ befasst und ich war ein Teil der Radio-Gruppe. Im Jahr 2015 hatte ich die Gelegenheit, eine ganze Woche an einer Uni in Deutschland zu verbringen. Das Projekt heißt „Roboschool“ und findet an der Technischen Universität in Chemnitz statt. Während dieser Zeit habe ich eine ganze Menge an neuen Leuten kennengelernt, darüber hinaus haben diese Erfahrungen mir geholfen, meine Deutschkenntnisse zu verbessern und mir darüber bewusst zu werden, womit ich mich in die Zukunft beschäftigen möchte.

 

 

Studium und das weitere PASCH-Engagement

Als ich die Abschlussklasse besuchte, musste ich mich entscheiden, welcher meiner zwei großen Leidenschaften ich studieren möchte – Deutsch oder Chemie. Die Wahl fiel auf mein Chemiestudium, das ich vor zwei Jahren angefangen habe. Gleichzeitig habe ich nicht aufgehört, mich mit Deutsch zu befassen. Erstens, habe ich zwei Kurse gemacht und erfolgreich die C1-Prüfung bestanden. Zweitens, bin ich PASCH-Alumni geworden und im November 2018 habe ich am ersten internationalen PASCH-Alumni Treffen Europas teilgenommen, wo ich zum PASCH-Botschafter ausgebildet wurde. Dadurch habe ich diese wunderschöne Chance, mehr über Naturwissenschaft zu erfahren, mich aber auch auf bester Art und Weise mit Deutsch zu beschäftigen. So habe ich ein Gleichgewicht und das Gefühl, dass ich keine meiner zwei Leidenschaften vernachlässigt habe. Darüber hinaus versuche ich noch immer einen Weg zu finden, um Deutsch und Chemie zu verbinden. Vielleicht wird das ein Chemiepraktikum in Deutschland oder ein Masterstudium in Deutschland, aber darüber muss man noch viel nachdenken. Als Fazit bin ich im Stande zu behaupten, dass Deutsch mein Leben stark beeinflusst hat und dass es irgendwann in Zukunft ein Teil meines Alltags wird.