Die 10 wichtigsten Fakten über das Fachkräfteeinwanderungsgesetz (FEG)

Am 01. März 2020 ist in Deutschland das neue Fachkräfteeinwanderungsgesetz in Kraft getreten. Es soll vor allem Personen aus Nicht-EU-Ländern mit einer Berufsausbildung den Weg nach Deutschland erleichtern und ihnen Chancen ermöglichen, die vorher überwiegend nur Fachkräfte mit Hochschulabschluss hatten. So soll die Einwanderung für Fachkräfte insgesamt einfacher, schneller und unkomplizierter gemacht werden.

Wir haben für Sie die zehn wichtigsten Fakten zum FEG zusammengestellt:

  1. Der Begriff „Fachkraft“ ist mit dem neuen Gesetz anders definiert: Er bezeichnet Personen mit Hochschulabschluss oder einer qualifizierten Berufsausbildung, die mindestens zwei Jahre gedauert hat.
  2. Wenn eine qualifizierte Fachkraft im Rahmen des Fachkräfteeinwanderungsgesetzes nach Deutschland kommen will, muss sie ein Arbeitsplatzangebot haben und dann z.B. den Arbeitsvertrag vorweisen können.
  3. Die Regelung der „Vorrangprüfung“ fällt mit dem neuen Gesetz weg. Das heißt, dass jetzt bei einem freien Arbeitsplatz nicht erst geprüft werden muss, ob es dafür einen geeigneten Bewerber oder eine geeignete Bewerberin aus Deutschland oder der EU gibt.
  4. Fachkräfte mit einem Hochschulabschluss können in Zukunft alle Arten von Beschäftigungen ausüben. Das heißt, sie können auch in verwandten Berufen oder in Beschäftigungen, für die man keinen Hochschulabschluss braucht, arbeiten.
  5. Für internationale Studierende, die in Deutschland studieren, soll das Gesetz auch mehr Möglichkeiten bieten: Sie haben die Möglichkeit, auch vor Ende des Studiums einen anderen Aufenthaltstitel zu bekommen, als Fachkraft zu arbeiten und länger in Deutschland bleiben zu können.
  6. Bei Interesse an einer Ausbildung in Deutschland soll es jungen Menschen, ebenso wie Studieninteressierten, ermöglicht werden, zur Ausbildungsplatzsuche nach Deutschland einreisen zu dürfen.
  7. Als Fachkraft mit einer qualifizierten Berufsausbildung wird es mit dem neuen Gesetz einfacher, einen angemessenen Beruf zu finden. Wenn die Berufsausbildung in Deutschland anerkannt ist, kann eine Fachkraft alle Berufe ausüben, für die sie qualifiziert ist.
  8. Um einen passenden Beruf zu finden, dürfen jetzt nicht nur Fachkräfte mit akademischer Ausbildung nach Deutschland einreisen, sondern auch Personen mit einer Berufsausbildung. Sie haben dann bis zu sechs Monate Zeit, einen Arbeitsplatz zu suchen.
  9. Während dieser Zeit können Fachkräfte auch eine Probebeschäftigung eingehen, das heißt, sie arbeiten einige Stunden die Woche zur Probe in einem Betrieb. So können beide Seiten herausfinden, ob sie zueinander passen.
  10. Der zukünftige Arbeitgeber einer Person kann den Visums-Prozess einer Fachkraft deutlich beschleunigen. Er kann das Verfahren bei der Ausländerbehörde einleiten und es so für die Fachkraft verkürzen.