Zwischenbericht: "Mongolei 1.0" - Umweltschutz und Vernetzung

Vier PASCH-Alumni aus Russland und der Mongolei haben sich zum Ziel gesetzt, Kultur- und Naturraum des unmittelbaren Nachbarn durch Erforschen ausgewählter Naturräume am Wasser kennen und verstehen zu lernen. Im letzten Jahr gewannen sie zusammen mit anderen Projektteams den Wettbewerb "PASCH-Alumni-Projekt des Jahres 2018". Um ihre Idee umsetzen zu können, wurden sie finanziell unterstützt. Nun berichten sie über die ersten Erfahrungen, die sie im Rahmen ihres Projektes "Mongolei 1.0" - Umweltschutz und Vernetzung gemacht haben.


© Journal vitamin de

Im Januar 2019 startete das Umweltschutz- und Vernetzungsprojekt Mongolia 1.0. Die Planungs- und Vorbereitungsphase ist zu Ende: Kontakte mit Lehrerinnen und Lehrern in DSD-Schulen und mit DSD-Alumni in Moskau, Irkutsk und Ulaanbaatar sind geknüpft, die wichtigsten Umweltschutzprobleme in der Region und erste mögliche Lösungen besprochen, Maßnahmen für Schülerinnen und Schüler geplant.

Der erste Schritt bestand darin, alle interessierten Schülerinnen und Schüler miteinander in Kontakt zu bringen. Dafür wurde die Facebook-Gruppe #Mongolia1.0 geschaffen sowie ein Flyer zur Projektübersicht entworfen.

 

„Von Mongolia 1.0 habe ich von meiner Deutschlehrerin erfahren und ich fand es spannend, dass an dem Projekt russische und mongolische Schüler teilnehmen. Ich finde es interessant, weil es die Möglichkeit gibt, eine andere Kultur kennenzulernen und Kenntnisse über das Thema Umweltschutz zu vertiefen. Was mich angeht, bin ich nicht so gut mit dem Thema Umweltschutz vertraut. Wir sollten uns mehr damit beschäftigen, weil die Zukunft der nächsten Generationen von uns abhängt.“ - Irina Galkina, DSD-Schülerin aus Irkutsk (Lyzeum Nr.3)

 

Die ersten Schritte des Projekts – November 2018 bis Februar 2019

Anfang November 2018 fand die erste Präsentation des Projektes in Irkutsk statt. Im Rahmen der Irkutsker Initiativen hatten wir darauf aufbauend geplant im Januar 2019 einen Ausflug für Irkutsker Schülerinnen und Schüler in das Museum des Baikalsees zu organisieren. Dies wurde dann sogar noch etwas aufsehenerregender, da Anastasia Kontakt zum Limnologischen Institut, dem Forschungsinstitut des Baikalsees, hergestellt hatte und sie unser Projekt Mongolia 1.0 gerne beim Tag der Wissenschaft dabei haben wollten. Sechs Schülerinnen aus dem Lyzeum, Elena, Nikola und Nastja sind als unsere Delegation am Tag der Wissenschaft zum Baikalsee gereist. Julia Saposchnikowa und Mikhail Makarow aus dem Institut haben dort für sie eine Vorlesung über den Baikalsee, seine Fauna und den ökologischen Zustand gehalten.

 

„Mongolia 1.0 ist das beste Umweltschutzprojekt meines Lebens. Mithilfe des Projekts habe ich die Wissenschaftler, die sich mit dem Baikalsee beschäftigen, kennengelernt und mehr darüber erfahren, wie die Natur von Menschen beeinflusst wird.“ - Anastasia Olenikova

 

Nach dem Vortrag fand noch ein interessantes Quiz zu wissenschaftlichen Themen statt. Am Ende haben alle Teilnehmenden Zertifikate und viel Spaß beim Networking bekommen.

 

Etwas ganz Konkretes organisieren – Dezember 2018

Anfang Dezember haben wir die erste Video-Brücke mit mongolischen Alumni durchgeführt. Dabei sind wir zu dem Entschluss gekommen, dass wir nicht nur Gespräche führen wollen, sondern auch etwas „Konkretes“ in Ulanbaataar organisieren möchten. Über einen der mongolischen Alumni haben wir Kontakt zu einem Recyclingzentrum erhalten.

Demnächst steht unsere Reise in die Mongolei an. Dort werden wir an den mongolischen Schulen nicht nur über Nachhaltigkeit im Alltag berichten, sondern auch verschiedene Aktionen durchführen:

  1. Stofftaschen nähen
    Während des Aufenthalts möchten wir ein Event zum Kennenlernen organisieren und mit allen zusammen Taschen aus Baumwolle nähen. Mongolische Alumni haben mitgeteilt, dass Plastiktüten ab März in der Mongolei verboten werden. Mit der Initiative möchten wir den Jugendlichen eine Möglichkeit geben, einerseits etwas Schönes für sich herzustellen und andererseits eine Alternative zu Plastiktüten anbieten.
  2. Mülltrennung an der Goethe-Schule in Ulaanbaatar
    Das ist eine verrückte Idee, die wir wirklich gerne realisieren möchten. Zu mindestens für ein paar Wochen. Die Genehmigung haben wir noch nicht bekommen, aber wir arbeiten daran.
  3. Kreativitätswettbewerb
    Wir möchten vorschlagen, einen Wettbewerb durchzuführen, bei dem Kinder kurze Videos drehen oder Artikel zum Thema Mülltrennung oder Ähnlichem schreiben. Dann bekommen die Besten schöne Preise inklusive Veröffentlichung in der Herbstausgabe von vitamin.de

 

 

„Unser Projekt entwickelt sich ständig und nimmt neue Formen an. Und das ist gut, denn viele Ideen entstehen und nur die Besten und Nützlichsten bleiben. Und das ist unser Ziel – den Teilnehmenden und der Umwelt Nutzen zu bringen.“

 

 

 

© Mongolei 1.0
© Mongolei 1.0

 

Moskau – April 2019

Nachdem wir uns im November 2018 schon mit dem Fachberater der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA) aus Moskau, Herrn Ax, getroffen und die Möglichkeiten der weiteren Zusammenarbeit vor Ort besprochen hatten, wurden die Planung im April diesen Jahres konkreter. Am 3. April werden wir du dritt in die Moskauer Schule 1249 gehen und dort einen Vortrag zum Thema „Umweltschutz im Alltag“ halten.

Besonders stolz hat uns gemacht, dass wir zusammen mit einer Schülerin aus Irkutsk und einer Alumna aus der Mongolei einen Artikel über die Initiative für vitamin.de vorbereiten konnten. Der Artikel erschien in der Frühjahrausgabe 2019.

 

„Jetzt ist die Hälfte unseres Projektes vorbei. Wir haben Vieles gemacht, Vieles steht uns aber noch bevor. Das Projekt sieht inhaltlich anders aus als am Anfang und das ist gut. Jetzt entspricht es dem Bedarf des realen Lebens und hilft reale Probleme zu lösen. Ich möchte sehr erfahren, wie die Endstation aussehen wird.“ – Margarita Medvedeva

 

 


Stand: März 2019

Verfasser: Margarita Medvedeva und Ekaterina Zhurikova

Links: https://www.facebook.com/groups/mongolia1.0