Agenda 2030 / 17 Ziele für Nachhaltige Entwicklung

Die Agenda 2030 wurde im Jahr 2015 von den Vereinten Nationen beschlossen.
Sie enthält 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung, die bis zum Jahr 2030 erreicht werden sollen.

Was ist der Zweck der Agenda 2030? Welche 17 Ziele wurden festgelegt?
Wie sollen sie erreicht werden und wer ist dafür verantwortlich?

Erfahren Sie mehr über die einzelnen Ziele, Maßnahmen zu ihrer Erreichung und
erhalten Sie praktische Tipps, wie jede und jeder einen Beitrag leisten kann.

Agenda 2030

Die 193 Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen verabschiedeten im September 2015 die Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung. Sie beschreibt ein Programm für umfassende globale Transformationen, die auf Nachhaltigkeit in allen Bereichen ausgerichtet sind. Es ist ein Fahrplan für die Zukunft.

Das Ziel der Agenda 2030 ist, eine bessere Zukunft für nachfolgende Generationen zu schaffen und ihnen positive Perspektiven zu bieten. Allen Menschen weltweit soll ein menschenwürdiges Leben ermöglicht werden. Gleichzeitig gilt es, die natürlichen Lebensgrundlagen zu erhalten und endliche Ressourcen zu schonen.

Es geht also darum, zugleich Umwelt- und Lebensstandards zu verbessern. Dazu soll die weltweite ökologische, soziale, und wirtschaftliche Entwicklung nachhaltig gestaltet werden. Dabei sind ebenso Maßnahmen zum Klimaschutz wie zur Förderung gesellschaftlichen und ökonomischen Fortschritts zu berücksichtigen und aufeinander abzustimmen.

Um das zu erreichen, müssen alle Akteure Verantwortung übernehmen und mitwirken. Das betrifft sowohl die Politik (Staaten) und die Wirtschaft (Unternehmen), als auch die Wissenschaft und die Zivilgesellschaft.

Die Vereinten Nationen sind sich einig, dass die globalen Herausforderungen unserer Zeit nur bewältigt werden können, wenn die gesamte Weltgemeinschaft zusammenarbeitet. Wir alle sind individuell dazu angehalten, unseren Beitrag zu leisten.

Der Kern der Agenda 2030 sind die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals, SDGs). Sie benennen konkrete Aspekte, die verändert und verbessert werden sollen. Es sind erforderliche Schritte, die umzusetzen sind, um das Gesamtziel zu erreichen.

Diese 17 Ansätze sind eng miteinander verwoben, hängen voneinander ab und beeinflussen sich wechselseitig. Teilweise stehen sie auch in Konflikt zueinander. Alle werden als gleich wichtig eingestuft und müssen zeitgleich angegangen werden.

Den 17 SDGs sind fünf Themengebiete, die sogenannten „5 P“, übergeordnet: People (Menschen), Planet (Erde), Prosperity (Wohlstand), Peace (Frieden), Partnership (Kooperation). Sie stehen für die Grundsätze, die dem Streben nach der Zielerreichung zu Grunde liegen und das Handeln leiten sollen.

Das zentrale Leitprinzip der Agenda 2030 lautet „Niemanden zurücklassen“ („Leave No One Behind“). Die Rechte jedes Menschen müssen gleichermaßen gewährleistet sein. Deshalb sollen zuerst die Schwächsten erreicht und ihre Lebensbedingungen verbessert werden. Das bedeutet nicht nur Armut zu beseitigen, sondern insbesondere auch alle Formen von Diskriminierung entschieden zu bekämpfen und Ungleichheiten zu minimieren.

17 Ziele für Nachhaltige Entwicklung

Auf dieser Seite werden die 17 SDGs einzeln vorgestellt und erläutert. Zudem werden jeweils beispielhaft Maßnahmen aus der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie angeführt, mit denen die Deutsche Bundesregierung auf die Erreichung der Ziele hinwirkt.

Im Laufe des Monats Dezember (01.-23.12.2022) wird jeden Tag ein weiterer Abschnitt hinzugefügt und mit Inhalt befüllt. Parallel dazu unterhalten wir uns täglich in der PASCH-Alumni-Gruppe zu den einzelnen Zielen. Jede Alumna und jeder Alumnus ist herzlich eingeladen, ihre und seine Gedanken, Meinungen, und Ideen einzubringen.

PASCH-Alumni kommen aus diversen Ländern in der ganzen Welt und nehmen die Debatte um Nachhaltigkeit unterschiedlich wahr. Wir wollen verschiedene Blickwinkel auf die Agenda 2030 austauschen, den Fortschritt bei der Zielerreichung einschätzen und die Vorhaben vielleicht auch kritisch hinterfragen. Vor allem möchten wir Anregungen und Beispiele sammeln, wie jede und jeder einzelne ihren und seinen Teil dazu beitragen kann, die Ziele zu erreichen.

Nutzen wir die Stärke unseres PASCH-Alumni-Netzwerks. Machen auch Sie mit bei der „Adventskalender“-Aktion 2022!

 

SDG 1: Keine Armut

SDG 1: Keine Armut

Als die Agenda 2030 im Jahr 2015 verabschiedet wurde, lebten weltweit fast 10 Prozent der Weltbevölkerung in extremer Armut. Mehr als die Hälfte von ihnen lebt in Subsahara-Afrika.

Die Armutsgrenze ist definiert als ein Betrag von 1,90 US-Dollar oder weniger, der einem Menschen pro Tag für Lebensmittel, Kleidung, Wohnung und alles weitere Lebensnotwendige zur Verfügung steht.

In den letzten 20 Jahren ist die Armut in der Welt gesunken. Insbesondere in Teilen Ost- und Südostasiens konnte sie stark reduziert werden. Durch die Covid-19 Pandemie und ihre Auswirkungen gab es erstmals wieder einen Anstieg von extremer Armut in der Welt.

Armut zeigt sich in verschiedenen Formen. Man denkt zunächst an physische Mängel: Menschen leiden Hunger, es fehlt ihnen an sauberem Trinkwasser, sie sind obdachlos, die medizinische Versorgung ist unzureichend.

Aber auch soziale Aspekte wie Marginalisierung sind ein großer Faktor. Betroffene haben keinen oder nur eingeschränkten Zugang zu Bildung, verfügen über kein Recht auf politische Mitsprache, werden sozial diskriminiert und in der Gesellschaft ausgegrenzt.

Dementsprechend muss an verschiedenen Stellen angesetzt werden, um Armut vollständig und dauerhaft zu beseitigen. Dazu gehören zum Beispiel folgende Punkte:

Menschen brauchen ein angemessenes Einkommen und faire berufliche Chancen, um sich selbst versorgen und weiterentwickeln zu können.

Staaten sollen über ein funktionierendes Sozialsystem verfügen, über das besonders gefährdete Bevölkerungsgruppen abgesichert sind.

Wirtschaftssysteme müssen stabil und flexibel sein, damit genügend Arbeitsplätze angeboten und wirtschaftliche Verluste aufgefangen oder ausgeglichen werden können.

Besser gestellte Nationen müssen von (natürlichen, medizinischen, wirtschaftlichen) Katastrophen bedrohte Länder unterstützen und die Bevölkerung in diesen Gebieten besonders schützen und ihnen zu Fortschritt verhelfen.

► Ziel 1: Armut in all ihren Formen und überall beenden

 

Wie können Sie und jede/jeder einzelne dazu beitragen, Ziel 1 zu erreichen?

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SDG 2: Kein Hunger

SDG 2: Kein Hunger

Ungefähr jeder zehnte Mensch auf der Welt leidet Hunger. Das verstößt gegen die Menschenwürde und bedroht die Betroffenen in ihrer Existenz. Sie erkranken häufiger und schwerer und ihre Lebenserwartung ist niedriger.

Kinder sind besonders von Unter- und Mangelernährung betroffen. Sie können sich körperlich nicht gut und gesund entwickeln und ihre geistige Leistungsfähigkeit wird eingeschränkt, sodass ihre Zukunft gefährdet ist.

Verschiedene Aspekte beeinflussen die weltweite Ernährungssicherheit. Stabilität und Nachhaltigkeit im Landbau sind wichtige Faktoren für die Grundversorgung der Bevölkerung.

Der Klimawandel gefährdet unsere lebensnotwendigen natürlichen Ressourcen. Zum Beispiel treten immer öfter Extremwetterlagen mit Überschwemmungen und Dürren auf, die Ernten zerstören.

Krisen wie die Covid-19 Pandemie und Kriege verursachen zusätzliche Engpässe in der Nahrungsmittelversorgung sowie Preissteigerungen und verstärken dadurch die ungleiche Verteilung von Lebensmitteln.

Auch das Handeln der Menschen hat negative Konsequenzen. Immer mehr Flächen werden versiegelt, wodurch die landwirtschaftliche Anbaufläche zunehmend schwindet. Zudem zerstören Monokulturen und der Einsatz großer Mengen künstlicher Düngemittel die Böden.

Um Hunger und Mangelernährung zu bekämpfen, müssen wir den gesamten Lebensmittelkreislauf in den Blick nehmen, vom Anbau über den Handel bis zum Konsum.

Viele Menschen auf der Welt, besonders im Globalen Süden, versorgen sich selbst durch den Anbau von Nutzpflanzen und Viehzucht. Dafür muss ihnen ausreichend geeignetes Ackerland zur Verfügung stehen.

Der landwirtschaftliche Sektor inklusive Forstwirtschaft und Fischerei muss auch in Industrieländern gefördert werden. Insbesondere sollte der biologische Landbau ausgeweitet werden, da er besonders ressourcenschonend und umweltfreundlich ist.

Die Verteilung von Lebensmitteln muss gerechter sein, um Ernährungssicherheit in allen Teilen der Welt zu garantieren. Kleinbauern müssen ihre Erzeugnisse zu fairen Preisen verkaufen können. Von Naturkatastrophen bedrohte Gebiete müssen mit Exporten aus anderen Ländern versorgt werden.

Wir alle sollten uns Gedanken darüber machen, was wir einkaufen und wie wir konsumieren. Die Herkunft, die Menge und den Umgang mit unseren Lebensmitteln können wir selbst beeinflussen und damit zur Vermeidung von Verschwendung, Erhöhung von Nachhaltigkeit und Verringerung von Nahrungsmittelknappheit beitragen.

► Ziel 2: Den Hunger beenden, Ernährungssicherheit und eine bessere Ernährung erreichen und eine nachhaltige Landwirtschaft fördern.

 

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SDG 3: Gesundheit und Wohlergehen

SDG 3: Gesundheit und Wohlergehen

Seit 1950 ist die Lebenserwartung weltweit stetig gestiegen. Die Sterblichkeit von Kindern unter 5 Jahren konnte in den beiden letzten Jahrzehnten fast halbiert werden.

Die Covid-19 Pandemie hat jedoch die Gesundheitslage weltweit verschlechtert. Mehr als 640 Millionen Menschen sind bereits an dem Virus erkrankt und ca. 6,6 Millionen daran gestorben. Sie hat auch zu einem Rückgang der Lebenserwartung geführt.

Zudem hat die Pandemie weitere indirekte Auswirkungen. Die Gesundheitssysteme in vielen Ländern sind stark überlastet, wodurch andere Behandlungen ausgesetzt werden müssen. Erreichte Fortschritte in der Gesundheitsversorgung weltweit wurden aufgehalten oder sogar rückgängig gemacht.

Im Globalen Süden ist die Kinder- und Müttersterblichkeitsrate noch immer sehr hoch, auch wenn sie schon deutlich gesenkt werden konnte. Viele Babys kommen ohne medizinische Unterstützung zur Welt. Das ist ein großes Risiko sowohl für die Neugeborenen als auch für die Mütter.

Krankheiten, insbesondere übertragbare, sind eine große Gefahr für die Gesundheit der Menschen. Die häufigste Infektionskrankheit auf der Welt ist Malaria. Daran erkranken mehr als 200 Millionen Menschen pro Jahr. Noch gibt es keinen effektiven Schutzimpfstoff.

Mit der Immunschwächekrankheit AIDS infizieren sich jährlich Hunderttausende Menschen. Die Zahl ist in den letzten Jahren gesunken, doch es fehlt an Präventionsmaßnahmen, Tests und Behandlungsmöglichkeiten, um Ansteckung und Sterblichkeit weiter zu reduzieren.

Die Verbreitung von sogenannten Zoonosen – Infektionskrankheiten, die von Tieren auf Menschen übertragen werden – nimmt zu. Das hängt mit dem engeren Kontakt zu Wildtieren aufgrund der zunehmenden Ausweitung von Städten in ihre Lebensräume zusammen.

Um die vielfältigen aktuellen und zukünftigen Gesundheitsprobleme zu bekämpfen, bedarf es großer Anstrengungen in verschiedenen Bereichen, von der Prävention über die Vorsorge bis zur Behandlung und Pflege.

Einerseits gilt es, häufige und schwere Krankheiten effizienter zu bekämpfen. Die Forschung zu Impfstoffen und Medikamenten muss vorangetrieben werden und der Zugang zu ihnen gerechter organisiert sein. Auch die ärztliche Versorgung muss ausgeweitet und verbessert werden.

Andererseits sind nicht übertragbare und umweltbedingte Krankheiten einzudämmen. Notwendige Maßnahmen dazu sind zum Beispiel die Verbesserung von Hygiene und der Ausbau sanitärer Einrichtungen sowie eine Verringerung der Luftverschmutzung.

Die Gewährleistung von Gesundheit ist Voraussetzung für mehr Gerechtigkeit in der Welt und letztendlich auch für eine nachhaltige Entwicklung.

► Ziel 3: Ein gesundes Leben für alle Menschen jeden Alters gewährleisten und ihr Wohlergehen fördern.

 

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SDG 4: Hochwertige Bildung

SDG 4: Hochwertige Bildung

Noch heute ist fast jeder zehnte erwachsene Mensch weltweit Analphabet. Davon sind zwei Drittel Frauen. Mehr als 265 Millionen Kinder, also etwa jedes sechste Kind, besuchen derzeit keine Schule.

Eine hochwertige Bildung ist die Grundlage für die Lebensqualität jedes Menschen. Zudem ist sie die Voraussetzung für den Fortschritt von Staaten und letztendlich auch für eine nachhaltige Entwicklung der Welt.

Viele, meist arme, Erwachsene können nicht richtig lesen und schreiben oder rechnen. Ohne eine gute Ausbildung können sie nur gering qualifizierte Jobs ausüben, mit denen sie sehr wenig verdienen und oft ihren Lebensunterhalt nicht bestreiten können.

Ohne (hoch)qualifizierte Fachkräfte wird das wirtschaftliche Wachstum eines Landes ausgebremst. Nur wenn die Bevölkerung über bestimmte Kompetenzen verfügt, kann sie die wirtschaftliche und soziale Entwicklung voranbringen und zur Lösung globaler Herausforderungen beitragen.

Auch bei der Gleichberechtigung in der Bildung bedarf es Verbesserungen, vor allem hinsichtlich der Gleichstellung der Geschlechter. Mädchen und Frauen sind nach wie vor in vielen Staaten vom Bildungssystem ausgeschlossen oder erhalten nur eine Grundbildung.

Ein weiterer Aspekt ist der geographisch ungleiche Zugang zu Bildung. In vielen ländlichen Gebieten haben Kinder kaum oder nur schlechte Möglichkeiten, eine Schule zu besuchen. Entweder gibt es keine in der Nähe oder sie ist schlecht ausgestattet.

In Armut lebende Familien können ihren Kindern aufgrund der oft hohen Kosten für Unterricht und Materialien keinen Schulbesuch ermöglichen. Statt eine Bildung zu genießen, müssen sie arbeiten, um ihre Eltern zu unterstützen. Das erschwert es ihnen wiederum, sich aus der Armut zu befreien.

Um eine inklusive, gleichberechtigte und hochwertige Bildung zu gewährleisten, muss an verschiedenen Stellen angesetzt werden.

Mehr Lehrkräfte müssen qualitativ ausgebildet werden, damit sie Wissen besser vermitteln können.

Es müssen mehr Schulen gebaut werden, vor allem in ländlichen und abgelegenen Gebieten.

Schulgebäude müssen besser ausgestattet werden, zum Beispiel mit Wasser- und Stromanschlüssen.

Arme Familien müssen finanzielle Unterstützung bekommen, damit ihre Kinder zur Schule gehen können.

Der Zugang zu Bildung muss allgemein ausgeweitet und erleichtert werden sowie gleicher und gerechter sein.

► Ziel 4: Inklusive, gleichberechtigte und hochwertige Bildung gewährleisten und Möglichkeiten des lebenslangen Lernens für alle fördern.

 

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SDG 5: Geschlechtergleichheit

SDG 5: Geschlechtergleichheit

Die Gleichberechtigung der Geschlechter ist ein Menschenrecht. Im deutschen Grundgesetz heißt es in Artikel 3, Absatz 2: „Männer und Frauen sind gleichberechtigt.“

Es konnten bereits große Fortschritte erzielt werden, um ihre Gleichstellung zu erreichen. Besonders die Rechte von Frauen wurden in den letzten 20 Jahren gestärkt.

Dennoch sind sie nach wie vor von Gewalt bedroht, werden in manchen Staaten systematisch diskriminiert und sind in vielen Bereichen (gesellschaftlich, wirtschaftlich, politisch) benachteiligt.

Viele Frauen und Mädchen in allen Teilen der Welt erleben körperliche oder sexualisierte Gewalt durch Männer. In den meisten Fällen werden sie Opfer des eigenen Intimpartners. Etwa jede vierte Frau hat in einer Partnerschaft unter Gewalt gelitten. In etwa jedem vierten Land gibt es keine Gesetze, die Frauen rechtlich vor Gewalt schützen.

Die weibliche Genitalverstümmelung wird in einigen Ländern immer noch durchgeführt. Die Verbreitung dieser Praktik ist in den letzten Jahren zurückgegangen, doch sind noch viele Mädchen und Frauen davon betroffen.

Unterdrückung von Menschen weiblichen Geschlechts findet in vielfältiger Weise statt. Die ungleiche Behandlung von Mädchen und Jungen, Frauen und Männern hat teilweise einen historischen Hintergrund, wenn sie sich auf veraltete Rollenbilder beruft. Oft liegt sie auch in der Religion begründet.

Aktuell wird zum Beispiel in Iran gegen die Regierung protestiert. In dem islamisch geführten Land müssen Frauen bestimmte Kleidungsvorschriften beachten oder bei Abweichung mit Strafen rechnen. Im September starb eine junge Frau, nachdem sie von der sogenannten Sittenpolizei verhaftet wurde, weil sie ihr Kopftuch nicht vorschriftsgemäß getragen habe. Seitdem gehen täglich viele Menschen mit dem Slogan „Frau, Leben, Freiheit“ auf die Straße.

Traditionell wurde Hausarbeit als Frauensache angesehen. Heute noch sind Frauen mehr als doppelt so lange mit der Betreuung von Kindern oder der Pflege von alten Menschen beschäftigt wie Männer. Dadurch haben sie weniger Zeit für ihre Bildung und können weniger bezahlte Arbeit leisten.

Deshalb sind sie in ihrer persönlichen Entwicklung beschränkt und oft finanziell von ihrem Partner abhängig, sodass sie nicht wirklich selbstbestimmt leben können. Zudem ist es schwieriger für Frauen, Karriere zu machen. Der Anteil von Frauen in Führungspositionen steigt zwar allmählich an, ist jedoch mit weltweit etwa einem Viertel weiterhin relativ gering. 

Um die geschlechtsspezifische Diskriminierung von Frauen allgemein zu beseitigen, müssen in verschiedenen Bereichen weitere Fortschritte erreicht werden.

Mädchen und Frauen müssen vor häuslicher Gewalt in jeder Form auch rechtlich geschützt werden. Sie sollen leichten Zugang zu guter Gesundheitsversorgung haben und über ihre Partnerschaften sowie ihr Intimleben frei bestimmen können.

Mädchen und Frauen müssen den gleichen Zugang zu Bildung haben, ihren Beruf frei wählen dürfen und die Möglichkeit bekommen, an politischen und wirtschaftlichen Entscheidungsprozessen mitzuwirken. Sie sollen am Arbeitsplatz dieselben Rechte und Chancen haben und nicht durch Kindererziehung in ihrer Karriere zurückgehalten werden.

►Ziel 5: Geschlechtergleichstellung erreichen und alle Frauen und Mädchen zur Selbstbestimmung befähigen

 

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SDG 6: Sauberes Wasser und Sanitäreinrichtungen

SDG 6: Sauberes Wasser und Sanitäreinrichtungen

Wasser ist unsere Lebensgrundlage. Wir trinken es, brauchen es zur Zubereitung von Nahrung, und waschen uns damit. Doch jeder zehnte Mensch auf der Welt hat keinen gesicherten Zugang zu Süßwasser.

Sowohl Wasserknappheit als auch niedrige Wasserqualität sowie mangelhafte Abwasserentsorgung und fehlende Hygiene gefährden die Gesundheit von Menschen. Millionen sterben jährlich aufgrund unzureichender Wasserversorgung und mangelnder sanitärer Einrichtungen.

Jeder Dritte hat kein Waschbecken und keine Toilette bei sich zu Hause. Etwa 15% der Weltbevölkerung hat nicht die Möglichkeit, sich regelmäßig und gründlich die Hände zu waschen. Derartige Zustände begünstigen die Übertragung von Krankheitserregern.

Die Verfügbarkeit und Qualität von Trinkwasser beeinflusst auch die Ernährungssicherheit. Einige der ärmsten Länder sind von schweren Dürren betroffen, die zu Nahrungsengpässen führen und folglich Hunger und Unterernährung verstärken.

Bis 2050 könnte jeder Vierte in einem Land leben, das unter Wassermangel leidet. Oft ist die unzureichende Wasserversorgung auf eine miserable Bewirtschaftung von Wassersystemen oder schlechte Infrastruktur zurückzuführen.

Verbesserungs- und Investitionsbedarf in dieser Hinsicht besteht vor allem in Entwicklungsländern in Afrika sowie in Zentral- und Südostasien.

Zugängliches, ausreichendes und sauberes Wasser ist die Voraussetzung für gesundes Leben.

Trinkwasserquellen müssen sauber gehalten und der Zugang zu ihnen muss verbessert werden.

Abwasser muss gründlich entsorgt werden, damit sich Bakterien nicht so leicht verbreiten können.

Um den Wasservorrat zu schonen und zu sichern, muss eine nachhaltige Bewirtschaftung erfolgen.

► Ziel 6: Verfügbarkeit und nachhaltige Bewirtschaftung von Wasser und Sanitärversorgung für alle gewährleisten

 

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SDG 7: Bezahlbare und saubere Energie

SDG 7: Bezahlbare und saubere Energie

Fast zehn Prozent der Bevölkerung hat im Alltag keine Stromversorgung, die Hälfte von ihnen lebt in Subsahara-Afrika. Etwa drei Milliarden Menschen weltweit haben keinen Zugang zu sauberen Brennstoffen und Kochmöglichkeiten.

Ineffiziente und umweltschädliche Energiequellen gefährden sowohl die Gesundheit der Menschen als auch die gesamte Umwelt. Die Nutzung fossiler Brennstoffe führt zu einer starken Verschmutzung der Luft und treibt den Klimawandel schneller voran.

Erneuerbare Energien dagegen verursachen kaum CO2-Emissionen. Sonnen- und Windenergie, Wasserkraft, oder auch Biomasse sind regenerative Energiequellen, die uns nicht nur unbegrenzt und kostenlos zur Verfügung stehen, sondern auch umweltschonend und nachhaltig sind.

Ihre Nutzung für die Strom- und Wärmeerzeugung hat in den letzten Jahren zugenommen. Doch es sind noch hohe Investitionen notwendig, um sie weiter auszubauen und als dauerhafte Alternative zu etablieren.

In der aktuellen Energiekrise erleben wir, dass eine zuverlässige Energieversorgung nicht selbstverständlich ist und stabile beziehungsweise angemessene Preise nicht gewährleistet werden können. Das zeigt uns, wie wichtig der allgemeine Zugang zu Energie ist. Es sollte ein Anstoß sein, zum einen die Versorgungslage insgesamt zu verbessern und zum anderen die Energiesysteme neu zu strukturieren.

Mehr Menschen sollen saubere Kraftstoffe zum Heizen und sichere Technologien zum Kochen verwenden können. Langfristig sollen alle Haushalte einen Stromanschluss haben.

Energie muss grundsätzlich effizienter genutzt werden. Eine Veränderung des Nutzungsverhaltens ist in allen Bereichen erforderlich, sowohl im öffentlichen als auch im privaten Raum, von Gebäuden über die Industrie bis zum Verkehr.

Der Anteil erneuerbarer Energien an der globalen Produktion und dem Verbrauch von Energie muss deutlich gesteigert werden. Zudem müssen sie besser in die Versorgungssysteme integriert werden. Dazu sind auch neue Geschäftsmodelle gefragt, um die Energiewirtschaft grundlegend umzugestalten.

► Ziel 7: Zugang zu bezahlbarer, verlässlicher, nachhaltiger und moderner Energie für alle sichern

 

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SDG 8: Menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum

SDG 8: Menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum

Weltweit sind rund 450.000 Millionen Menschen arbeitslos. Etwa 650.000 Millionen Menschen verdienen trotz Arbeit nicht genug, um ihren Lebensunterhalt zu bestreiten. Zudem leben schätzungsweise 40 Millionen Menschen in einem Verhältnis der Zwangsarbeit, in dem sie als Eigentum ihrer Arbeitgeber gelten.

Auch Kinderarbeit ist weiterhin ein großes Problem, insbesondere in Afrika und Asien. Ungefähr 150 Millionen Kinder zwischen fünf und vierzehn Jahren müssen arbeiten, um ihre von Armut betroffenen Familien zu unterstützen. Oft erledigen sie körperlich strapazierende und gefährliche Arbeiten, die ihre Entwicklung beeinträchtigen.

Besonders niedrig entlohnte Arbeiten werden oft unter gesundheitsgefährdenden und ausbeuterischen Umständen verrichtet. Solche Tätigkeiten, zum Beispiel in der Rohstoffgewinnung, in der Textilindustrie und in der Herstellung von Elektrogeräten, sind außerdem sehr schädlich für die Umwelt.

Bei illegaler Arbeit wird den inoffiziell Beschäftigten ein angemessener Gesundheitsschutz und eine soziale Absicherung verwehrt. Darüber hinaus beeinflussen nicht angemeldete beziehungsweise nicht regulierte Tätigkeiten die allgemeinen Arbeitsbedingungen negativ und können wiederum die Einkommen insgesamt reduzieren.

Wenn in einem Land die Zahl der Arbeitslosen hoch ist und die Löhne sehr niedrig sind, nimmt der Lebensstandard der Bevölkerung ab. Auch die Produktivität ist geringer und somit kann die Volkswirtschaft nur langsam wachsen. Derzeit ist die Rate des ökonomischen Wachstums einiger Entwicklungsländer noch weit von dem in der Agenda 2030 festgelegten Ziel entfernt.

Grundsätzlich sollen alle Menschen am Fortschritt und am wirtschaftlichen Ertrag teilhaben. Dazu müssen sie angemessene Möglichkeiten haben, eine sichere Beschäftigung zu erlangen und unter menschenwürdigen Bedingungen zu arbeiten.

Nachhaltig ist Wirtschaftswachstum nur, wenn den Menschen einer Gesellschaft qualifizierte und hochwertige Arbeitsplätze zur Verfügung stehen, mit denen die Wirtschaft des Landes angekurbelt wird, während dabei die Umwelt nicht belastet wird.

► Ziel 8: Dauerhaftes, breitenwirksames und nachhaltiges Wirtschaftswachstum, produktive Vollbeschäftigung und menschenwürdige Arbeit für alle fördern

 

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SDG 9: Industrie, Innovation und Infrastruktur

SDG 9: Industrie, Innovation und Infrastruktur

Die drei Aspekte Industrie, Innovation und Infrastruktur hängen miteinander zusammen und beeinflussen sich gegenseitig:

Industrialisierung ist Voraussetzung für Entwicklung, besonders in ärmeren Ländern. Die Ausweitung der Industrie ist abhängig zum einen von funktionierender Infrastruktur und zum anderen von technologischem Fortschritt und Innovationen. Eine sich daraus ergebende gesteigerte Produktivität wiederum erfordert den Auf- und Ausbau stabiler Infrastruktur.

Infrastruktur umfasst verschiedene Aspekte, die sowohl für die Menschen als auch für Unternehmen wichtig sind. Im Bereich Verkehr bezieht sie sich zum Beispiel auf das Straßen- und Schienennetz sowie den Brückenbau. Versorgungsinfrastruktur meint unter anderem die Verteilung von Wasser und Energie. In Bezug auf Informations- und Kommunikationstechnologie sind insbesondere Telefon- und Internetanschluss gemeint.

Der Wirtschaftssektor des produzierenden und verarbeitenden Gewerbes ist entscheidend für die Beschäftigungsrate und das ökonomische Wachstum eines Landes. Langfristig ermöglicht die Umstrukturierung von der Landwirtschaft auf die Industrie einen höheren Wohlstand für die Bevölkerung.

Zugleich ist beim Ausbau dieser Wirtschaftszweige der Aspekt der Nachhaltigkeit zu berücksichtigen. Das heißt, dass die damit einhergehenden Umweltbelastungen zu minimieren sind. Beispielsweise soll darauf geachtet werden, dass die Menge der ausgestoßenen Emissionen nicht zunimmt, sondern im besten Fall reduziert wird.

Derzeit geht die Industrialisierung in vielen Ländern des Globalen Südens noch zu langsam voran. Das liegt hauptsächlich daran, dass Finanzierungsmöglichkeiten für Wirtschaftsinfrastruktur und Innovationen fehlen. Nur wenn das Wachstum von Unternehmen unterstützt wird, können mehr Arbeitsplätze geschaffen und folglich der Lebensstandard verbessert werden.

In Industrieländern sollten mehr Hightech-Produkte eingesetzt werden, nicht nur um die Wirtschaft zu stärken, sondern insbesondere auch um mehr zum Umweltschutz beizutragen. Entscheidend ist dabei vor allem, eine höhere Effizienz bei der Nutzung natürlicher Ressourcen und dem Einsatz von Energie zu erreichen.

Um weitere Fortschritte zu erzielen – sowohl im Hinblick auf die globale wirtschaftliche Entwicklung als auch auf eine allgemein nachhaltige Zukunft – sind hohe Investitionen notwendig: in die Schaffung einer flächendeckenden und sicheren Infrastruktur, in die Förderung von Technologien und Innovationen, und in die Stärkung der Industrie.

► Ziel 9: Eine widerstandsfähige Infrastruktur aufbauen, breitenwirksame und nachhaltige Industrialisierung fördern und Innovationen unterstützen

 

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SDG 10: Weniger Ungleichheiten

SDG 10: Weniger Ungleichheiten

Artikel 1 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte der Generalversammlung der Vereinten Nationen von 1948 beginnt mit dem Satz: „Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren.“

Im Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland steht in Artikel 3, Absatz 1: „Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich.“

Die Feststellung, dass alle Menschen gleich sind, bedeutet, dass alle die gleichen Rechte haben (sollen). In vielerlei Hinsicht sieht die Realität jedoch oft anders aus.

Wenn es um die Teilhabe am sozialen Leben und am Wirtschaftswachstum geht, sind von Armut betroffene Menschen benachteiligt. Sie haben nicht die gleichen Chancen, vor allem beim Zugang zu Bildung und zu Gesundheitsversorgung. Zudem verfügen sie nicht über ausreichende finanzielle Mittel, um frei und selbstbestimmt leben zu können.

In der globalen Armutsbekämpfung wurden bereits große Fortschritte erzielt. Die ökonomische Ungleichheit konnte sowohl zwischen den Ländern als auch innerhalb von Gesellschaften reduziert werden. In vielen Ländern ist das Pro-Kopf-Einkommen angestiegen und das Einkommen der ärmsten Bevölkerungsteile nimmt zu.

Dennoch bestehen nach wie vor große Unterschiede in der Aufteilung von Vermögen (Geld, Immobilien, Ressourcen). Die reichsten 1 Prozent der Bevölkerung besitzen etwa ein Drittel des weltweiten Vermögens. Ihr Anteil wächst in einigen Ländern noch weiter. Auch die anderen zwei Drittel sind ungerecht unter den übrigen Menschen verteilt. Den ärmsten 40 Prozent gehören derzeit weniger als 25 Prozent des Gesamteinkommens.

Zur vollständigen Beseitigung aller ökonomischen Ungleichheiten und Ungerechtigkeiten sind weitere Schritte erforderlich. Politische Maßnahmen umfassen zum Beispiel die Förderung von Exporten aus Entwicklungsländern sowie technologische Weiterentwicklungen für Vereinfachungen und Vergünstigungen im internationalen Geldtransfer.

► Ziel 10: Ungleichheit in und zwischen Ländern verringern

 

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SDG 11: Nachhaltige Städte und Gemeinden

SDG 11: Nachhaltige Städte und Gemeinden

Heute wohnt jeder zweite Mensch in einer Stadt. Weltweit schreitet die Urbanisierung unaufhaltsam voran und in 30 Jahren könnten etwa drei Viertel der Bevölkerung in Städten zu Hause sein.

Städte sind Zentren der Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur. Sie erwirtschaften ungefähr 80 Prozent des Bruttoinlandsprodukts, sind aber zugleich auch für 75 Prozent der ausgestoßenen CO2-Emissionen verantwortlich. Fast alle Stadtbewohner sind von teilweise starker Luftverschmutzung betroffen.

In Städten besteht das größte Potenzial für wirtschaftliche und soziale Entwicklung, das genutzt werden soll. Gleichzeitig müssen Maßnahmen für mehr Nachhaltigkeit und Klimaschutz ergriffen werden. Das stellt die Planung, den Bau, und die Verwaltung von Städten vor große Herausforderungen.

Der teilweise rasante Bevölkerungszuwachs in urbanen Gebieten erfordert eine Vielzahl neuer Wohnungen, bei deren Erbauung der Flächenverbrauch gering gehalten werden sollte.

Es sollen weitere Arbeitsplätze geschaffen und der Wohlstand gesteigert werden, wobei Ressourcen umsichtig zu nutzen und effizient einzusetzen sind.

Die Überlastung des Verkehrs ist ein typisches städtisches Problem. Der motorisierte Individualverkehr (Autos, Motorräder u.ä.) verursacht eine hohe Abgasbelastung, doch der umweltfreundlichere öffentliche Personennahverkehr (Bus, Bahn, etc.) ist an vielen Orten nicht ausreichend ausgebaut und zugänglich, um eine dauerhafte Alternative zu bieten.

Etwa jeder achte Mensch auf der Welt lebt in Slums. Hier fehlt oft die Grundversorgung, wie der Zugang zu Strom und fließend Wasser sowie eine geregelte Abwasser- und Abfallentsorgung. Dadurch ist der Lebensstandard stark verringert, die Menschen sind einem größeren Gesundheitsrisiko ausgesetzt und haben nicht die gleichen Chancen wie Bewohner von besser ausgestatteten Vierteln.

Damit in Zukunft alle von dem vielfältigen Potenzial der Städte profitieren können und die Städte einen größeren Beitrag zum Umweltschutz leisten, müssen bei ihrem Ausbau Aspekte von Inklusion, Sicherheit und insbesondere Nachhaltigkeit berücksichtigt werden.

► Ziel 11: Städte und Siedlungen inklusiv, sicher, widerstandsfähig und nachhaltig gestalten.

 

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SDG 12: Nachhaltiger Konsum und Produktion

SDG 12: Nachhaltiger Konsum und Produktion

Wir kaufen immer mehr, es wird immer mehr produziert und dabei werden immer mehr Ressourcen verbraucht. Außerdem werfen wir Dinge schneller weg und entsorgen sie im Müll statt sie wiederzuverwerten. Dieses Verhalten belastet die Umwelt.

In den letzten 70 Jahren wurde die Plastikproduktion weltweit um das 250-Fache erhöht.
In den letzten 50 Jahren haben wir unseren Konsum materieller Güter mehr als verdreifacht.
In den letzten 20 Jahren hat sich der Rohstoffverbrauch bei der Produktherstellung fast verdoppelt.

Zum einen konsumieren wir häufig ohne nachzudenken. Wir kaufen mehr als wir eigentlich brauchen und verlangen nach einer Vielzahl an materiellen Gütern. Um unseren Konsumwünschen gerecht zu werden, muss mehr hergestellt werden.

Das steigert nicht nur den Verbrauch an natürlichen Ressourcen wie Wasser, Kohle, Öl, Gas, und Sand, sondern erhöht auch den CO2-Ausstoß.

Zum anderen gehen wir oft verschwenderisch mit Materiellem um. Viele Gegenstände könnten recyclet und Rohstoffe erneut dem Materialkreislauf zugeführt werden.

Der meiste Müll wird jedoch nicht sachgemäß entsorgt. So gelangen Millionen Tonnen an Plastik jährlich in Gewässer. Auch durch Elektroschrott, der in der Umwelt landet statt wiederverwertet zu werden, können Böden, Wasser, und die Luft verunreinigt werden.

Mehr Nachhaltigkeit muss entlang der gesamten Lieferkette, vom Erzeuger über die Händler bis zum Endverbraucher, erreicht werden.

In der Produktion muss die Effizienz bei der Nutzung natürlicher Ressourcen, dem Einsatz von Rohstoffen und dem Verbrauch von Energie deutlich erhöht werden.

Zudem sollen mehr grüne Arbeitsplätze geschaffen werden. Durch die Umstellung auf umweltfreundliche Herstellungsmethoden wird auch die Arbeit im Produktionsbereich menschenwürdiger.

Beim Handel und dem Versand von Waren gilt es, eine nachhaltige Infrastruktur zu schaffen. Transportwege sollten kurz gehalten werden und die Lieferung mit umweltfreundlichen Verkehrsmitteln erfolgen.

Verbraucher müssen besser über nachhaltige Lebens- und Verhaltensweisen aufgeklärt werden. Es wird bereits vermehrt über die negativen Folgen von Umweltverschmutzung informiert, doch hat sich das Bewusstsein der Menschen noch nicht spürbar verändert.

Die Erreichung des Ziels, Produktion und Konsum nachhaltiger zu gestalten, wird positive Auswirkungen auf alle drei Wirkungsbereiche – ökologisch, wirtschaftlich, sozial – haben: der Umweltschutz wird erhöht, die ökonomische Wettbewerbsfähigkeit wird gestärkt, Armut wird verringert und der allgemeine Lebensstandard gesteigert.

► Ziel 12: Nachhaltige Konsum- und Produktionsmuster sicherstellen.

 

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SDG 13: Maßnahmen zum Klimaschutz

SDG 13: Maßnahmen zum Klimaschutz

Der Klimawandel ist eines der größten und dringendsten Probleme der Menschheit und betrifft uns alle. Durch ihn verändert sich das Leben auf der Erde für Menschen, Tiere und Pflanzen. Sie sind durch die Erderwärmung bedroht, verlieren ihren Lebensraum und einige Arten könnten sogar aussterben.

Der Wandel des Klimas macht sich auf verschiedene Art und Weise bemerkbar. Am deutlichsten spüren wir, dass sich die Wetterverhältnisse ändern. Vor allem wird es immer wärmer auf der Welt.

Die wärmsten zehn Jahre seit Beginn der Aufzeichnungen 1880 ereigneten sich nach 2010. Alle Jahre seit 2013 fallen unter die Top 10 dieser Liste. Das wärmste Jahr weltweit war 2016, in dem die Abweichung vom globalen Durchschnitt etwa ein Grad Celsius betrug.

Zudem treten extreme Wetterereignisse wie Starkregen oder Stürme immer häufiger auf. Auch in Deutschland ist das schon vorgekommen. Die Flutkatastrophe im Ahrtal im Jahr 2021 hat viele Gebäude und wichtige Infrastruktur zerstört sowie viele Opfer gefordert. Die Aufräum- und Wiederaufbauarbeiten dauern noch immer an.

Andere Länder sind noch öfter und stärker von derartigen Katastrophen betroffen. In Tropenregionen ist ihr Auftreten nicht so sehr außergewöhnlich. Dass es in Deutschland, in einer gemäßigten Klimazone, zu einem solchen Ereignissen gekommen ist, verdeutlicht die Folgen der Klimaveränderung.

Ihre dramatischen Auswirkungen greifen aber noch tiefer und die Ärmsten und Schwächsten leiden am meisten darunter. Millionen von Menschen, insbesondere in Entwicklungsländern, mussten aufgrund von Naturkatastrophen bereits ihre Heimat verlassen.

Das Eis an den Polen und auf Gletschern schmilzt dauerhaft, wodurch der Meeresspiegel steigt. Dadurch auftretende Überschwemmungen richten große Schäden an und können gefährliche Erdrutsche auslösen.

Durch den weltweiten Anstieg der Durchschnittstemperaturen werden Hitze- und Dürreperioden länger und härter. Ernten werden vernichtet, sodass viele Menschen ihre Nahrungsgrundlage verlieren.

Mit dem Übereinkommen von Paris, das im Dezember 2015 auf der UN-Klimakonferenz in Paris verabschiedet wurde, einigten sich die 195 unterzeichnenden Staaten darauf, gemeinsam verstärkt gehen den Klimawandel vorzugehen.

Sie legten fest, dass der von Menschen verursachte Temperaturanstieg auf deutlich unter zwei Grad Celsius im Vergleich zur vorindustriellen Zeit begrenzt werden soll. Derzeit liegt die durchschnittliche Temperatur bereits um 1,2 Grad Celsius höher, mit weiter steigender Tendenz.

Insbesondere Industrieländer, die die größten Mengen an CO2-Emissionen in die Erdatmosphäre ausstoßen, sind in der Pflicht, konkrete und wirkungsvolle Maßnahmen zu ergreifen und in Klimaschutz zu investieren. Doch es ist eine globale Herausforderung, die gemeinsame Anstrengungen über nationale Grenzen hinweg erfordert.

Zum Schutz des Klimas, der Erde und ihrer Lebewesen muss jetzt entschlossen gehandelt werden.

► Ziel 13: Umgehend Maßnahmen zur Bekämpfung des Klimawandels und seiner Auswirkungen ergreifen.

 

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SDG 14: Leben unter Wasser

SDG 14: Leben unter Wasser

Die Erdoberfläche ist zu zwei Dritteln von den Weltmeeren bedeckt. Diese bieten Lebensraum für viele Tier- und Pflanzenarten und sind auch für uns lebenswichtig. Sie sind Nahrungsquelle, versorgen uns mit Sauerstoff und regulieren das Klima auf der Erde.

Die Ozeane bilden ein eigenes Ökosystem – das größte der Welt. Durch menschliche Aktivitäten wird es jedoch aus dem Gleichgewicht gebracht, was negative Auswirkungen für das Leben unter und am Wasser sowie auch an Land hat.

Die Meere nehmen ungefähr ein Viertel des von Menschen versursachten Kohlendioxids (CO2) aus der Atmosphäre auf. Aufgrund des stetigen Anstiegs des CO2-Ausstoßes über Jahrzehnte hinweg versauern die Meere, das heißt der pH-Wert des Meerwassers sinkt.

Gleichzeitig steigt die Temperatur des Wassers und der Sauerstoffgehalt nimmt ab. Dadurch sind Meeresbewohner dazu gezwungen, sich andere Lebensräume zu suchen. Entlang der Küsten gibt es bereits Gebiete, die unbewohnbar für Lebewesen der Meere geworden sind.

Die Wasserqualität von Küstengewässern verschlechtert sich zudem stetig durch Verschmutzung. Vor allem Plastikmüll stellt eine große Bedrohung dar Es gibt sogenannte Plastikinseln aus Kunststoffteilen, die an der Meeresoberfläche herumtreiben.

Durch diesen Müll sind nicht nur Meerestiere bedroht. Da Plastik nicht ökologisch abgebaut werden kann, zersetzt es sich über lange Zeit immer weiter im Wasser. Kleine Partikel werden von Meerestieren aufgenommen und gelangen so auch in unsere Nahrungskette.

Auch Überfischung stellt eine Gefahr für die Stabilität des Ökosystems Meer dar. Insbesondere illegale und nicht regulierte Befischung ist schädlich. Nachhaltige Kleinfischerei, die die Ernährung vieler Menschen sichert, ist jedoch wichtig im Hinblick auf Armutsvermeidung.

Heute sind ungefähr 17,5 Prozent der Gewässer in nationalen Hoheitsgebieten weltweit als Schutzgebiete ausgewiesen. Ihre Fläche ist bereits doppelt so groß wie 2010. Doch es muss noch mehr grundlegend geändert werden, um unsere Ozeane und Meere zu erhalten.

Keine umweltschädlichen Stoffe dürfen in Gewässer eingeleitet werden und Plastikmüll darf nicht in die Meere gelangen.

Küstengebiete müssen sauber gehalten und besonders geschützt werden.

Fischerei muss nachhaltiger praktiziert und stärker kontrolliert werden.

► Ziel 14: Ozeane, Meere und Meeresressourcen im Sinne nachhaltiger Entwicklung erhalten und nachhaltig nutzen.

 

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SDG 15: Leben an Land

SDG 15: Leben an Land

Biologische Vielfalt ist die Grundlage für alles Leben auf der Erde. Die Natur versorgt uns mit Luft, Nahrung und Wasser. Bäume nehmen Kohlenstoffdioxid auf und wandeln es in Sauerstoff um, den wir atmen. Insekten bestäuben Pflanzen, deren Früchte wir essen.  

In einem Ökosystem greift alles ineinander. Sobald ein Organismus gestört wird oder wegfällt, gerät es aus dem Gleichgewicht. Wenn wir die Ökosysteme an Land nicht schützen, hat das verheerende Folgen für die Menschen und andere Lebewesen auf der Erde.

Für die wachsende Erdbevölkerung müssen wir in Zukunft mehr Nahrungsmittel produzieren. Doch fruchtbare Flächen werden durch menschliche Aktivitäten, wie Umweltverschmutzung und Fehlbewirtschaftung, sowie durch die Folgen des Klimawandels, wie Erosion und Wüstenbildung, unbrauchbar. In den letzten 40 Jahren hat sich die landwirtschaftlich nutzbare Fläche weltweit um ein Drittel verringert.

Bodendegradation bis hin zur Desertifikation führt zum Verlust von Vegetation und zur Reduktion von Anbauflächen. Auch Entwaldung hat negative Auswirkungen auf die Lebensweise und Ernährungssicherheit von Millionen von Menschen.

Die Erdoberfläche ist zu etwa 30 Prozent von Wäldern bedeckt. Sie bieten Schutzraum, tragen entscheidend zur biologischen Vielfalt bei und sind im Kampf gegen den Klimawandel besonders wichtig. Jedoch werden jedes Jahr mindestens 13 Millionen Hektar Wald gerodet.

Durch das Vorrücken des Menschen in ihre natürlichen Lebensräume werden Tiere vertrieben und Pflanzen vernichtet. Bis zu eine Million Tier- und Pflanzenarten sind derzeit vom Aussterben bedroht. Neben der Klimakrise ist das Artensterben die größte Bedrohung für die Erde und das Leben auf ihr.

Ungefähr 15 Prozent der Landfläche steht aktuell unter Schutz. Doch für ihre Erhaltung und nachhaltige Entwicklung sollen nicht nur zukünftige Zerstörungen vermieden, sondern bereits angerichtete Schäden begrenzt und möglichst rückgängig gemacht werden.

Wälder müssen aufgeforstet und ihre Bewirtschaftung nachhaltiger gestaltet werden.

Böden müssen verantwortungsvoller genutzt und sauber gehalten werden.

Die Biodiversität muss besser geschützt und gefördert werden.

► Ziel 15: Landökosysteme schützen, wiederherstellen und ihre nachhaltige Nutzung fördern, Wälder nachhaltig bewirtschaften, Wüstenbildung bekämpfen, Bodendegradation beenden und umkehren und dem Verlust der biologischen Vielfalt ein Ende setzen.

 

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SDG 16: Frieden, Gerechtigkeit und starke Institutionen

SDG 16: Frieden, Gerechtigkeit und starke Institutionen

Ein friedliches Zusammenleben in inklusiven Gesellschaften ist die Voraussetzung für eine nachhaltige Entwicklung. Erst wenn die Rechte aller Menschen gewahrt sind und der Rechtsweg für alle offen steht, können die globalen Probleme effektiv bekämpft werden.

In fast allen Teilen der Welt werden schwere Konflikte ausgetragen, bei denen Unbeteiligte zu Schaden kommen. Viele Fälle von Gewalt passieren allerdings im Dunkeln. Sie bleiben oftmals unentdeckt oder werden vertuscht und die Täter nicht zur Rechenschaft gezogen.

In Kriegen und bewaffneten Konflikten wird gegen das Völkerrecht verstoßen. Sie nehmen unschuldigen Menschen das Leben, zerstören ihre Existenzgrundlage oder vertreiben sie aus ihrer Heimat.

Auch Kriminalität auf den Straßen bedroht die Menschen. Besonders in Lateinamerika, Subsahara-Afrika und Teilen Asiens sind Tausende alltäglich durch Menschenhandel oder Mord gefährdet.

Frauen und Kinder werden häufig Opfer von häuslicher und/oder sexueller Gewalt. Ihre Rechte werden dadurch erheblich verletzt und oft wird ihnen kein Schutz durch staatliche oder rechtliche Systeme gewährt.

Kriege, Konflikte und Kriminalität haben darüber hinaus tiefgreifende Folgen für ganze Gesellschaften. Menschen wird Mitsprache und Teilhabe verwehrt, ihr Zugang zu Bildung und Gesundheitsversorgung eingeschränkt und die Ernährungssicherheit gefährdet.

Korruption verschlimmert die Situation zusätzlich. Vor allem in Ländern, wo die Einkommen niedrig sind, ist sie weit verbreitet. Teilweise kann man nur gegen Schmiergeldzahlungen Zugang zur Grundversorgung erhalten oder wesentliche Dienstleistungen in Anspruch nehmen, die frei zugänglich sein sollten.

In einigen Staaten wird Ungerechtigkeit durch willkürliches Handeln von Regierungen verursacht oder unterstützt. Aufgrund mangelnder freier Berichterstattung sowie fehlender Datenerhebung werden die Probleme noch verschärft, da so vieles nicht offenkundig wird.

Zudem gibt es oft keine Möglichkeit, dagegen vorzugehen. In vielen Staaten existiert keine stabile staatliche Ordnung und kein transparentes Rechtssystem. Zudem fehlen unabhängige Organisationen zur Durchsetzung und Förderung von Menschenrechten.

Um Konflikte, Gewalt, und Ungerechtigkeiten zu beenden, sind solche starken und handlungsfähigen Institutionen unerlässlich.

► Ziel 16: Friedliche und inklusive Gesellschaften für eine nachhaltige Entwicklung fördern, allen Menschen Zugang zur Justiz ermöglichen und leistungsfähige, rechenschaftspflichtige und inklusive Institutionen auf allen Ebenen aufbauen.

 

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SDG 17: Partnerschaften zur Erreichung der Ziele

SDG 17: Partnerschaften zur Erreichung der Ziele

Der Erfolg der Agenda 2030 hängt von der Zusammenarbeit starker Partner in allen Bereichen und auf allen Ebenen ab.

Akteure aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft müssen zusammenarbeiten und sich gegenseitig stützen, damit die globalen Herausforderungen bewältigt werden können.

Partnerschaften zwischen Regierungen, Privatunternehmen und Zivilbevölkerung müssen auch über Grenzen hinweg aufgebaut und gestärkt werden, um nachhaltigen Wandel weltweit zu schaffen.

Die vielfältigen Krisen, die uns derzeit gleichzeitig beschäftigen – Corona-Pandemie, Energieknappheit, Inflation, Kriege, Klimawandel – machen deutlich, wie abhängig wir von stabilen Kooperationen sind und wie wichtig gegenseitiger Respekt und Solidarität sind.

Partnerschaften sollen auf geteilten Werten basieren und eine gemeinsame Vision verfolgen. Das ist die Grundlage für den notwendigen Zusammenhalt zur Erreichung der Ziele. Wir müssen uns mehr austauschen und stärker vernetzen, um sie verwirklichen zu können.

Insbesondere internationale Zusammenarbeit ist entscheidend, denn eine nachhaltige Entwicklung betrifft uns nicht nur alle, sondern ist auch nur umsetzbar, wenn alle gemeinsam darauf hinwirken. Dafür bedarf es Partnerschaften auf globaler sowie regionaler, nationaler und lokaler Ebene.

Die Realisierung der 17 Ziele erfordert zudem hohe Investitionen, nicht nur aus öffentlicher Hand, sondern vor allem auch aus privaten Ressourcen. Besonders in wenig entwickelten Ländern sind langfristige Investitionen nötig, um eine stabile Grundversorgung aufzubauen.

Für die Finanzierung sind Rahmenbedingungen zur Freigabe von Geldern erforderlich. Außerdem sind effektive Prüfungsmechanismen und Überwachungsrahmen einzurichten, um die zielführende Verwendung der Investitionen sicherzustellen.

Das übergreifende Prinzip der Agenda 2030 ist „niemanden zurücklassen“. Jede und jeder einzelne muss berücksichtigt und auf dem Weg zur nachhaltigen Entwicklung der Welt mitgenommen werden. Die Schwächsten brauchen dabei besonders viel Unterstützung.

Die Umsetzung der einzelnen Ziele soll für alle Menschen eine bessere Zukunft ermöglichen. Es liegt in der Verantwortung der Weltgemeinschaft, unseren Planeten zu schützen und bessere Lebensbedingungen für alle zu schaffen.

► Ziel 17: Umsetzungsmittel stärken und die Globale Partnerschaft für nachhaltige Entwicklung mit neuem Leben erfüllen.

 

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